Datum: 02.04.2025
Die digitale Transformation bringt Chancen, aber auch Herausforderungen – insbesondere im Bereich der Cybersicherheit. Wie können mittelständische Unternehmen ihre Widerstandsfähigkeit gegen Cyberangriffe stärken und sich zukunftssicher aufstellen? Antworten auf diese und weitere Fragen rund um Cybersicherheit erhielten unsere Gäste bei unserem Forum „Digital Resilience 360°: Strategien zur Sicherung der Zukunft mittelständischer Unternehmen“ am 27. März 2025 im Freiruum in Zug.
Führungskräfte und IT-Verantwortliche von KMUs bekamen praxisnahe Einblicke sowie konkrete Handlungsempfehlungen zur Erhöhung der digitalen Widerstandsfähigkeit ihres Unternehmens. In mehreren Expertenvorträgen wurden verschiedene Aspekte der IT-Sicherheit beleuchtet.
Den Auftakt der Veranstaltung machten unser Geschäftsführer Lars Baumann und Martin Frank (Senior Trusted Advisor Information Security). Sie stimmten das Publikum auf die kommenden Themen ein und gaben einen Überblick über die wesentlichen Aspekte, die es zu beachten gilt, um digitale Resilienz zu erreichen.
Prof. Dr. Peter E. Fischer, emeritierter Professor an der Hochschule Luzern und Experte für Security-Weiterbildung sowie KI-basierte Betrugserkennung, betonte in seinem Vortrag die zentrale Bedeutung eines Business Continuity Managements (BCM). Er zeigte auf, welche die größten Fehler in Krisensituationen sind und wie wichtig es ist, bereits vor einem möglichen Vorfall einen Notfallplan zu haben.
Tomas Roth, Informationssicherheitsbeauftragter beim Kommando Cyber, erläuterte den Nutzen und die Umsetzung eines Information Security Management Systems (ISMS). Seine Kernaussage: „Sicherheit bedeutet immer Aufwand ohne unmittelbaren Gegenwert, und die Unterstützung von Spezialisten kostet zwar Geld – darauf zu verzichten, kann jedoch deutlich teurer werden.“
Stefan Mettler, Cybersecurity-Experte, Gründer und Geschäftsführer der CRYPTRON Security GmbH, gab Einblicke in die Welt der Hacker. Anhand eines Praxisbeispiels verdeutlichte er, wie schnell ein Unternehmen Opfer eines Cyberangriffs werden kann. Allein im ersten Quartal 2024 gab es 169 erfolgreiche Ransomware-Angriffe auf staatliche Organisationen und Unternehmen, von denen rund 30 Prozent Europa inklusive der Schweiz betrafen. Doch Unternehmen sind diesen Bedrohungen nicht schutzlos ausgeliefert – Herr Mettler stellte bewährte Gegenmaßnahmen und Best Practices vor.
Kevin Bruggemans, erfahrener IT-Experte, Geschäftsführer und Teilhaber der SHARKBYTE AG, erläuterte, wie Managed Service Provider (MSP) die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen stärken können. Ein MSP bietet seinen Kunden unter anderem proaktive Betreuung, Remote- und Onsite-Support sowie Unterstützung bei Compliance und Sicherheit. Besonders für kleinere Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung kann ein MSP eine wertvolle Ergänzung sein. Entscheidend ist jedoch, dass Cybersicherheit im Management beginnt und fester Bestandteil der Unternehmensstrategie sein muss.
Den gelungenen Abschluss des Events bildete ein Apéro, der Raum für Networking in entspannter Atmosphäre bot. Die Referenten standen für Fragen und weiterführende Gespräche zur Verfügung, sodass ein reger Austausch entstand.
Wir bedanken uns herzlich bei Erwin Schnee und InfoSec für die Organisation und Durchführung der Veranstaltung, bei allen Referenten für ihre spannenden Vorträge und bei unserer charmanten Moderatorin Gaby Bachofen. Ein besonderer Dank gilt unseren interessierten Gästen, die mit ihren Fragen und Anmerkungen die Diskussion bereicherten und das Event zu einem vollen Erfolg machten.
Sie interessieren sich ebenfalls für das Thema und möchten wissen, wie es um die digitale Resilienz Ihres Unternehmens steht? Kontaktieren Sie uns – wir unterstützen Sie gerne!